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Die größten IT-Unternehmen in Österreich

Editorial: Im Westen nichts Neues

Die Analysezahlen der Computerwelt Top 1001 zeigen für die Branche selbst einen Trend auf, der der Politik zu denken geben sollte. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen spielt der Standort Österreich für internationale IT-Konzerne nur mehr eine Nebenrolle.

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Vor genau einem Jahr schrieb ich an dieser Stelle: »Der heimische IKT-Markt stagniert. Der lokale Wettbewerbsdruck wird immer größer, die Margen werden noch geringer, und die Erträge bewegen sich in Richtung Kellertreppe. [...] Einzig die Exporterfolge und Auslandsinvestitionen der heimischen IT- und Telekommunikationsbranche bringen etwas Licht in die durch lange Schatten geprägte österreichische IT-Szene. [...] Doch die Analysezahlen der Computerwelt Top 1001 zeigen für die Branche selbst einen Trend auf, der der Politik zu denken geben sollte. Weitere Exporterfolge lassen sich nur mit einem Mehr an Forschung und Entwicklung, mit besserer Qualität als jener des Mitbewerbs und damit höchstqualifizierten Mitarbeitern erringen.«
Heute, und damit genau zwölf Monate später, haben diese Zeilen mehr Aktualität und Berechtigung denn je. Mit einigen sehr bedenklichen Ergänzungen.

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen spielt der Standort Österreich für internationale IT-Konzerne nur mehr eine Nebenrolle. Beispiel IBM: sowohl das ehemals weltweit führende IBM-Sprachlabor fand in Prag seine neue Heimat, und auch die IBM-Osteuropazentrale wurde in die Moldau-Stadt verlegt. Der Rest der seit Jahren in Wien beheimateten Big-Blue-Abteilung wurde nach Dubai übersiedelt.
Beispiel Google: Der Weltkonzern positionierte seine größte außeramerikanische Niederlassung - ob der hohen Standortqualität - nach Zürich. Dazu wurden bis jetzt Büros mit einer Fläche von 11.500 Quadratmeter für zehn Jahre gemietet. In einem ersten Schritt wird die Zahl der Google-Mitarbeiter von derzeit 200 auf 500 erhöhen. Längerfristig sollen es 1.600 werden. Darunter auch eine Reihe österreichischer TU-Absolventen in Top-Positionen. Dass Google im oberösterreichischen Kronstorf hingegen ein großes Data Center bauen will, ist nach wie vor nur ein Gerücht. Beispiel Telekom Austria: Das Unternehmen steht vor gravierenden Umwälzungen. Monatlich wechseln 20.000 Festnetzkunden zum drahtlosen Mitbewerb. Die Ertragserosion fordert Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe und vierstelligen Personalabbau.

Seit Jahren mahnt die Österreichische IKT-Wirtschaft von der Regierung gezielte strukturpolistische Maßnahmen ein. Doch leider mit wenig Erfolg. Außer schalen Lippenbekenntnissen und permanentem Wahlkampf haben die Regierungspolitiker nur wenig zu bieten. Autor: Edmund E. Lindau


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